Präparateherstellung in Potutory

Was üblicherweise als grössere Veranstaltung oder Kurs durchgeführt wurde, hat nun wegen Covid 19 in engem Rahmen stattgefunden: das Ausgraben der biodynamischen Präparate.

Dieser Anlass wurde auf Video aufgezeichnet und ist demnächst auf der Webseite zu sehen.

Vakanz der Buchhaltungsstelle

Leider ist Jürg Studer als neuer Buchhalter des Vereins Schiwa Semlja nach kurzer Zeit der Amtsausübung aus gesundheitlichen Gründen bereits wieder zurückgetreten.

Die Mitarbeit im Vorstand als sachverständiger Buchhalter ist also wieder gefragt. Wer sich engagieren möchte meldet sich beim Vereinspräsidenten Andreas Chervet, E-Mail: andreas.chervet@be.ch

Jahresversammlung 2020

An der Jahresversammlung auf dem Korrespondenzweg vom 14.5.2020 sind neben den statuarischen Geschäften, die alle gutgeheissen wurden, auch Vorstandswahlen durchgeführt worden.

Andreas Chervet wurde als Vorstand bestätigt und zum Vereinspräsidenten gewählt.

Daniel Aeschlimann, Christian Butscher, Armin Goll und Matthias Schleiss sind neu in den Vorstand des Vereins Schiwa Semlja gewählt worden. Herzlichen Gratulation!

Die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder Lena Bringold und Ueli Wyler sind aus dem Vorstand zurückgetreten. Ihnen sei für die langjährige und engagierte Mitarbeit im Vorstand herzlich gedankt.

Weiter hat, nach sehr verdienstvoller Mitarbeit, auch unser Buchhalter Martin Wondrusch seine Tätigkeit als Buchhalter im Verein in jüngere Hände übergeben. Ein ganz herzliches Dankeschön sei an Martin Wondrusch gerichtet. Er hat für buchhalterischen Überblick und eine saubere buchhalterische Grundlage gelegt für die Zusammenarbeit mit der Potutory GmbH und dem Ukrainischen Staat.

Reise nach Potutory verschoben

Die im Vorstand neu mitarbeitenden Personen Armin Goll und Christian Butscher hatten geplant, im Mai eine Reise in die Ukraine zu unternehmen. Unabhängig voneinander wären beide, gemeinsam mit den Ehepartnerinnen, in Richtung Ukraine aufgebrochen und hätten sich zwischen dem 10. und 15. Mai in Potutoty bei Cristina, Ivan und dem gesamten Team eingefunden. Es wären sicher für alle interessante Tage geworden. Leider kam und Covid 19 dazwischen – aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Spatenprobe

Unser Vorstansmitglied Andreas Chervet (dipl. Ing.-Agr. ETH) ist Experte für Boden und pfluglose Bodenbearbeitung. Auf dem Hintergrund seiner Tätigkeit bei der Bodenfachstelle des Kantons Bern zeigt er im Rahmen einer Lehrveranstaltung am INFORAMA Rütti in Zollikofen BE, anhand einer Spatenprobe, die Vorteile einer bodenschonenden Bearbeitungweise auf. Sehen sie sich die nachfolgenden, informativen Bilder an!

Datum: 14.2.2016

Auf unserem Schulungshof in Potutory werden die mit Getreide und Rauhfutter bebauten Felder, rund 300 ha, nach bodenschonenden Grundsätzen bearbeitet, mit den im Film dargestellten, positiven Resultaten.

Seminar „Projektive Geometrie“

Potutory wird seinem Namen als „Schulungszentrum für biologisch- und biologisch-dynamischen Landbau, Ökologie und Kultur“ zunehmend gerechter. Im und parallel zum landwirtschaftlichen Alltag findet ein reger zwischenmenschlicher Austausch statt. Dieses Jahr haben Schulklassen aus der Schweiz und der Ukraine Potutory besucht und dort gearbeitet. Ukrainische Praktikanten helfen lernend im Ackerbau mit und zwei junge, deutsche Helfer der Bewegung „Freunde der Erziehungskunst“ setzen z. Z. unterstützend ihre Kräfte ein. Im Frühling fand ein Kurs zur Herstellung von biodynamischen Präparaten statt. Ein weiterer folgt diesen Herbst, diesmal für die Mitarbeitenden auf dem Hof.

Sehr erfreulich auch, ist der Erfolg des Mitte September 2016 durchgeführten Seminars für projektive Geometrie. Dreissig Teilnehmende aus verschiedenen Orten in der Ukraine, darunter viele Lehrpersonen Architekten, Wissenschafter und Bauern, folgten Charles Gun bei seinen Ausführungen zu diesem Thema. Ein Lehrer aus der Waldorfschule von Dnjepropetrowsk übersetzte dabei vom Englischen ins Ukrainische. Da er selber tief mit diesem Denkansatz zur Geometrie verbunden ist, kamen die Inhalte griffig bei den Anwesenden an, was die Voraussetzung zur richtigen Führung der Gedankengänge und der entsprechenden Umsetzung aufs Papier ist.

Die Rückmeldungen am Ende des Seminars vielen sehr poitiv aus, was Cristina Lieberherr und Ivan Bojko, die beiden Leitenden des Projekts ermunterte, in diesem Sinne mit dem Kurs- und Seminarangebot weiterzufahren.

Irene Zimmerli

Seminar projektive Geometrie

In der aus dem Stehgreif zum Schulzimmer umfunktionierten Mensa  


Raum und Gegenraum


Dualität von Würfel und Oktaeder


Kursteilnehmer am Ende des Seminars


Charles Gun, Cristina Lieberherr und die Seminarteilnehmer haben soeben zusammen
ein deutsches Volkslied gesungen, bevor sie sich zum abschliessenden, gemeinsamen
Essen hinsetzen.


In Cristinas Kräuter- und Gemüsegarten


Besichtigung des Milchbetriebs

„Biodynamisch Gärtnern“

Rainer Sax, unser Experte für bio.-dynamische Präparate, der in Potutory regelmässig in diesem Bereich Kurse für interessierte Ukariner und Ukrainerinnen erteilt, hat uns auf das neue Buch „Biodynamisch Gärtnern“ aufmerksam gemacht, und wir möchten es all unseren Freunden und Interessierten weiterempfehlen.

Das Buch birgt einen wahren Schatz an Informationen über alles, was man wissen muss/will bezüglich Pflanzen, säen und ernten im Einklang mit der Natur- und Mondzyklen. Es ist reich bebildert und gibt auch detailliert Aufschluss über die Herstellung von Präparaten.

Es ist zuerst in einer englischen Ausgabe erschienen (siehe auf unserer englischen Seite) und wurde 2015 ins Deutsche übersetzt.

Monty Waldin / „Biodynamisch Gärtnern / Pflanzen, säen, ernten im Einklang mit den Natur- und Mondzyklen“ / DK / ISBN 978-3-8310-2990-7

Irene Zimmerli

Datum: 15.11.2016

Präparatekurs Herbst 2015

Die Wissensvermittlung innerhalb der Kurse und Seminare erfolgte vorwiegend bei der praktischen Umsetzung der Themeninhalte, unter fachkundiger Anleitung. Im Frühling wurde die Technik der pfluglosen Bodenbearbeitung vermittelt und eine ukrainische Ärztin gab Wissenswertes zu einer gesunden Ernährung weiter.
Wie engagiert die Teilnehmenden im Oktober beim Präparate-Kurs Hand anlegten, zeigen die nachfolgenden Bilder.

Datum: 3.10.2015

Praeparate-Kurs auf dem Hof in Potutory im Oktober 2015.

Ein weiterer Kurs zu diesem Thema fand inzwischen im Frühling 2016 statt und anfangs November in diesem Jahr werden mit den Mitarbeitenden auf dem Hof Präparate hergestellt.

Folgende Arbeitsschritte (statt gefunden im Oktober 2015) werden auf den nachfolgenden Bildern dargestellt:

Das Abfüllen der Kuhörner mit Kuhdung (Hornmistpräparat).

Das Herstellen von Kompostpräparaten wie das Kamille- und Löwnzahpräparat (eingefüllt  und eingepackt in die Kuh-Darmhaut), das Eichenrindenpräparat (eingefüllt in den Kuhkopf).

Zeichnerische Darstellung der wirkenden Kräfte auf das irdische Leben. Von oben, aus dem Aether und von unten, aus dem Erdreich.

Behälter mit Torf gefüllt, für die Aufbewahrung de Präparate

Morgen- Mittag- und Nachtessen der Kursteilnehmer- und Teilnehmerinnen in der Mensa des für das Kurswesen ausgebauten, ehemaligen Prophylaktoriums. 

Fuellen_der_Hoerner
gefuellt_Hoerner_zuschuetten

Irene Zimmerli

Aus dem Alltag in Potutory

Cristina Lieberherr, ehemaliges Vorstandsmitglied und Mitgründerin des Vereins Schiwa Semlja baut in Potutory ein Kräuterprojekt auf. Inzwischen ist es schon das vierte Jahr und der Garten wird immer schöner, die Kräutervielfalt grösser und das Produktangebot umfangreicher. Nebst dieser Arbeit ist Cristina Lieberherr auch die Vertreterin des Vereinsvorstands innerhalb des Teams das den Hof leitet. Die täglich anfallenden Fragen und nicht vorauszusehenden Geschehnisse im Alltag sind für sie und auch alle anderen am Betrieb beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine enorme Herausforderung. In grösseren Abständen, aufs Jahr verteilt, beschreibt Cristina ihre Erlebnisse und Erfahrungen in einem Brief. Dieser ist sehr persönlich verfasst und wendet sich vor allem an ein ihr nahe stehendes Umfeld. Durch die ehrliche und ungefärbte Darstellung einzelner Situationen vermittelt er einen spannenden Einblick in den Alltag und das Leben auf einem Landwirtschaftsbetrieb in der West-Ukraine. Deshalb hat sie es erlaubt, an dieser Stelle Ausschnitte aus ihrem Bericht weiteren Interessierten zugänglich zu machen:

„Der Verein hat die GmbH gekauft!“

Auf dem Notariat in Bereschani, Ivan Bojko und Rainer Sax verkaufen die GmbH dem Verein Shiwa Semlja

„Das Logo ist geboren! Ira hat es in einem Prozess mit dem Leitungsteam kreiert.“

„Das definitive Design für meine Kräuterprodukte ist kreiert!  Und ich glaube, es wird sehr schön aussehen. Allerdings ist jetzt (Ende November!!) immer  noch nicht alles da, was es braucht, um die Tees und Gewürze auch abzupacken: die Etiketten sind zwar im Compi, aber noch nicht gedruckt, die  Wunsch-Tüten sind zwar gefunden, bestellt und sogar schon in Produktion (vielleicht), aber noch nicht gekommen. Der ganze Bürokram für das Bio- Zertifikat ist schon längst abgeschickt, aber da Ivan seinen Teil erst letzte Woche abgeliefert hat, wird unsere Farm erst jetzt begutachtet.

So sitze ich auf Nadeln, und die sprichwörtliche ukrainische Geduld macht mich stigelisinnig. Meine Olexandra (seit diesem Jahr meine Mitarbeiterin bei den Kräutern) hat mir zum Trost ein ukrainisches Sprichwort beigebracht. Wenn du Geduld hast, wird Dir schöner Erfolg geschenkt (eigentlich: Geduld bringt Rosen)….

Aber: seit zwei Monaten sollte ich die neue Ernte verkaufen können. Und: angefangen mit dem ganzen Design- und Verpackungs-Prozess haben wir im Februar 2014.

Dafür sind die neuen Glas-Gewürzgläsli aus Österreich und die schicken Fliptops aus Südafrika vor einer Woche nach einem Dornen- und hindernisreichen, nervenaufreibenden und bürokratisch undurchsichtigen Prozess endlich auf dem Hof angekommen –  auch damit habe ich im Februar 2014 angefangen.“

„In der Betriebsführung haben wir für unsere Verhätnisse wirklich ganz schöne Schritte gemacht. Das Leitungsteam, bestehend aus Ivan, Elias und mir, hat, dieses Jahr mit Verstärkung von Matthias recht gut zusammen gearbeitet. Wir haben auch klarer die Führung übernommen, und wir bemühen uns, die Gesamtverantwortung für die Farm wahrzunehmen. So sind wir zusammengewachsen und aus der etwas verzettelten Farm, wo jeder ein bisschen machte, was er wollte, wurde oder wird hoffentlich immer mehr ein Hoforganismus.“ 

„Auch der  mobile Melkstand ist  angekommen und aufgebaut!!!!!!!!!!!!“

Melken bei Mondschein

„Eine unserer konkreten Neuerungen ist die wöchentliche „Uborka“ (Aufräum- und Putzaktion), wo mehr oder weniger die ganze Belegschaft irgendwo miteinander aufgeräumt und geputzt hat. So sieht unser Hof eigentlich immer recht adrett aus, mindestens was die Ordnung betrifft.“ ….. „Das ganze Jahr über wurde alle zwei  Wochen der Abfall im Dorf auf unsere Kosten gesammelt und auf die reguläre Deponie gebracht. Das ist das Ergebnis von einer lebhaften, wortreichen, ziemlich disziplinlosen, aber erfolgreichen Diskussion ohne Traktandenliste und geordnete Wortmeldungen mit dem Dorfrat, der nur aus Frauen besteht (nur der Chef, der „Burgomist“ ist selbstverständlich ein Mann), und der sehr interessiert an Ordnung ist – und es ist natürlich das Ergebnis von Geld. Pünktlich Anfang Monat erscheint freundlich lächelnd die Gemeindesekretärin, und dann zahlen wir als Farm brav, denn die Gemeinde hat kein Geld, nicht nur dafür nicht, sondern überhaupt für nichts.“ 

„Es gibt einen kostenlosen Mittagstisch für alle Mitarbeiter ….

… und wir haben zusammen Feste gefeiert. So wird der Zusammenhalt unter uns immer stärker, was kürzlich Michailo  (unser 1. Traktorist) anlässlich des Festessens an unserem „Tag der Offenen Türen“ zum Ausdruck gebracht hat: Er hat einen Toast auf unsere schöne „Kommanda“ (= Team oder Gemeinschaft) gesprochen: Wir seien zwar eine kleine Kommanda- aber ( und er hat seine starke Faust, die am liebsten den Vorschlaghammer zum Reparieren schwingt, in die Luft geschleudert) eine k r ä f t i g e !!“

Tagesgespräche

„Auch bessert es vor zu mit Tagesbesprechungen insofern, dass sie überhaupt stattfinden, zwar noch nicht mit selbstverständlicher Regelmässigkeit, aber wir nähern uns diesem Zustand an – hoffe ich, und ich hoffe, dass ich nicht die einzige bin, die das hofft….Es werden Arbeitsprotokolle geführt, sodass es immer besser möglich ist, einen Überblick über unsere Felder, Arbeiten, Erträge, Ausgaben, Arbeitszeiten usw. zu bekommen. Auch kann die Lohnliste jetzt mit viel weniger Aufwand ausgestellt werden. Es gibt auch Regeln zur „Gesundheit“ und zur Arbeitsmoral. Eine davon haben wir schon einigermassen beliebt gemacht z.B. dass man nämlich nicht betrunken zur Arbeit kommen darf. Da wundert sich wahrscheinlich der Westeuropa-Mensch. Nachdem wir einige Male bei den zwei oder drei Notorischen den doppelten Tageslohn vom Gehalt abgezogen haben (das ist der Tarif, die sogenannte „Schtraf“), ist es nicht mehr vorgekommen – so hoffe ich.“ 

Events

„Wir haben im Herbst zwei Events gestemmt: einen Tag der offenen Türen mit Konzert im Schulhaus; es war schön, zu erleben, dass unsere Farm so positiv wahrgenommen wird. Der zweite Event war eine vom organischen Klub der Kleingärtner organisierte Exkursion aus Lviv, wo 40 interessierte Leute unsern Hof besuchten – und, stellt Euch vor!- begeistert waren, von dem, was sie sahen. Beide Feste waren ein Erfolg.“

Besuche

„Dann hatten wir dieses Jahr wieder extrem Glück mit der Sommer- Belegschaft aus dem Westen. Die zwei ZIVIS, Julian der Zimmermann (ehemaliger Schüler) und Roman der Schreiner, waren Meister ihres Faches, Organisationstalente und dazu noch voller Pläne, Initiativkraft und Lust am Arbeiten. Es war so ein richtiger Sturm. Ivan pflegte zu Julian zu sagen, wenn dieser einmal mehr mit einer neuen und meistens guten Idee kam: „Ich habe manchmal Angst vor Deinen Ideen.“ Es war humorvoll gemeint, aber wie in allem Humor gab es da eine Prise Ernst, denn das ist die andere Seite von so viel Initiativkraft: es kann auch ein bisschen anstrengend sein…..

Der Dachstock des Gebäudes mit der neuen Metallwerkstatt wird durch die zwei Zivi’s neu aufgebaut.

Dann war da auch Gunda, auch eine ehemalige Schülerin der RSS Birseck, die uns für drei Monate mit ihrem Hiersein beschenkte, sich mit allen Menschen und Tieren befreundete und kräftig mit anpackte. Mir war sie in dieser Zeit eine grosse Unterstützung, und der kleine Dima war selig mit seiner grossen Freundin, und als sie hier war, alles irgendwie heiter und humorvoll…..

…Der Vierte im Bunde, der auch am längsten blieb, war Matthias, ein junger tüchtiger Bauer aus Zug, der als Jungbauer die ukrainische Landwirtschaft kennen lernen wollte. Er hat sozusagen vom ersten Tag an voll übernommen und dank seiner Hilfe sind wir in der Tierhaltung dieses Jahr ein gutes Stück vorwärts gekommen…… Aber jetzt hat er sich halt für seine Aufgabe in der Schweiz entschieden. Ich habe zwar ein bisschen Panik vor der Zeit nach Matthias, wenn er mit seiner chronisch freundlichen Laune und seiner Tüchtigkeit nicht mehr hier ist. Aber vor allem bin ich dankbar, dass er hier war.“

„Dank Rainer, der im Frühling einen Präparatekurs gegeben hat, haben wir dieses Jahr alle 300 ha sogar mehrere Male mit den biologisch-dynamischen Präparaten gespritzt. Unsere begabten Zimmer- und andere Männer haben die Motorspritze einsatzfähig und handhabbar gemacht, sodass man jetzt sozusagen mit Siebenmeilenstiefeln, bzw. mit 60 PS, unsere Landschaft mit den Präparaten besprühen kann. Auch ein zweites Rührfass wurde kurzerhand organisiert und umgebaut, sodass man jetzt mit relativ wenig Aufwand zwei Portionen für zusammen ca. 40 ha rühren und ausbringen kann.

Das Horn-Mist Präparat                                                          

 In den Kesseln wird Wasser erwärmt und dann das Präparat darin gerührt. Die dynamisierte Flüssigkeit wird in den Tank gefüllt und auf den Felder ausgespritzt

Mit 4 Leuten aufs Mal schafft man es, und so sollte es eigentlich für eine Farm von unserer Grösse, mit je nach Saison mind.15 Mitarbeitern, machbar sein, unser Herzanliegen in die Tat umzusetzen. Und nicht zu vergessen: Unsere ZIVIS haben eine wunderschöne, grosse Schatzkiste für alle Präparate gebaut, und nicht nur gebaut, auch noch ans richtige Ort, nämlich in einen schönen Keller, gebracht: Auch noch mit Torf gefüllt und mit richtigen Gefässen bestückt, sodass wir jetzt eine wunderbare, einfach handhabbare Präparatekiste haben, wo es einfach nur Freude macht, Präparate herauszunehmen oder zu versorgen.“

Probleme!?

„Wenn ich das jetzt so durchlese, tönt ja alles extrem positiv, ja geradezu nach tendenziöser Berichterstattung. Ist das nicht ein bisschen zu viel des Guten? Haben wir wirklich so viel gemacht? Wir haben doch so viele Probleme. So viele, dass man abendfüllend darüber erzählen könnte. Aber – unterdessen scheint es mir, das darf ich glaub zu unserer Entlastung sagen, dass wir nicht mehr nur einfach vor einem völlig unsondierten Riesenberg stehen wie der Esel, sondern dass wir mit Sondieren doch so weit vorangekommen sind, dass man die einzelnen Probleme ins Auge fassen, sogar „analysieren“ (ein typisch ukrainisches Wort) und dann hoffentlich angehen kann?! Ist das nicht auch ein Fortschritt?“

„Eine weiterer Grund, das Problem, dass wir Probleme haben, zu relativieren, könnte einem folgende Beobachtung liefern: Ich habe nämlich so ein bisschen den Verdacht, dass es grad die haufenweise herumliegenden Probleme sind, die uns so sympathisch machen. Die tausend Dinge, die zu verbessern sind, bewirken, dass viele Besucher sich aufgerufen fühlen, mit Rat und Tat anzupacken und sich zu engagieren. Und ich glaube, darum schliesst man unsern Hof ins Herz. Das hat dann auch noch oft zur Folge, dass viele Menschen ihre Spuren in Potutory hinterlassen, grössere und kleinere. Und eigentlich erzählt jedes neu entstandene Ding, und auch viele neue Gewohnheiten und Bräuche, eine Geschichte über einen Freund der hier war, und das macht die Stimmung bei uns so lebendig.

Das heisst also: Probleme sind etwas Positives!?“

„Die grösste Herausforderung ist immer das Miteinander, das Zwischenmenschliche. Wie schaffen wir es, bei jedem seine Stärken zum Zug kommen zu lassen und ihn inklusiv seiner Schwächen zu schätzen, so dass er sich entwickeln und sein Bestes geben kann? Das ist ein Anliegen. Ein anderes Anliegen, das manchmal vehement von jungen Ukrainern vertreten wird, ist, nur aus eigenem, innerem Antrieb und aus Einsicht arbeiten zu wollen, nicht fremdbestimmt. Wenn diese Anliegen zum Gedeihen der Farm beitragen, welches ja der Hauptgrund ist, dass wir hier arbeiten, dann ist die Situation ideal.“

Potutory und Umgebung: Impressionen von Sommer und Herbst 2013

Durch Mausklick auf diesen Link zu einer Dropbox, erscheint die bunte Palette von Eindrücken: Gesichter von Mitarbeitrinnen, Dorfbewohnern Verpächtern und Marktverkäuferinnen scheinen auf. Aus verschieden Winkeln ist die rauhe, und archaische Schönheit des Hofes mit seinen Gebäuden, der sanften, hügeligen Umgebung, den Feldern und dem weiten Himmel ersichtlich.

Datum: 10.10.2013

Anschliessend folgen einige Bilder aus der Reihe, thematisch geordnet und mit einer Legende versehen.

Nun sind die Renovationen (Innenausbau, Aussenfassade mit Isolation) am Bauernhaus mit diesem Windfang, der vor Wind und Wetter schützt, abgeschlossen. Gemütlichkeit im Sommer, bietet der kleine Balkon, der die Konstruktion abschliesst.

Einer der zahlreichen Helfer- und Helferinnen, der dazu beigetragen hat, dass dieses einst arg mitgenommene Haus in neuem Glanz erscheint, ist Dimitri. Er hat dieses Jahr – 2013 – in Potutory während eines halben Jahres seinen Zivildiensteinsatz geleistet. Der inzwischen unentbehrliche und schmucke Anbau ist durch seine kundige Hand entstanden. Noch weitere Holzarbeiten, wie je eine Treppe hinauf auf den Dachboden in Cristina’s Kräutertrocknerei und auf den Scheunenboden im Stallgebäude, sind durch ihn entstanden. Der Einsatz den Dimitri geleistet hat, ist sowohl aus professioneller wie auch aus menschlicher Sicht phantastisch und wir sind ihm dafür sehr dankbar.

Dies war bis im Sommer 2013 die Küche im Parterre des Bauernhauses. Schon vieles hat sich wärend den letzten Jahre hier drinnen abgespielt: Mitarbeiter und die zu einem Arbeitseinsatz auf dem Hof stationierten Schulklassen haben hier gegessen. Auch zahlreiche Arbeitsbesprechungen und Diskussionen fanden an den grossen Holz-Tischen statt. Inzwischen nutzt Ira diesen Raum um Käse herszustelln. Ein weitere Küche in welcher für die Verpflegung gesorgt wird, hat ihren Platz im  künftigen Schulungsgebäude gefunden.

Gefässe zur Herstellung des Käses. Wir hoffen, in absehbarer Zeit das Geld zu finden, für einen extra für’s Käsen bestimmten Kessel und weitere dafür nötige, professionelle Werkzeuge.

Butter-Modell. Es kommt aus der Schweiz. Ein mit einem Vorstandsmitglied befreundeter Handwerker hat einige für Potutory angefertigt.

Käsekeller. Hier lagert Ira’s Käse, der auf dem Markt guten Absatz findet.

Der Pachtzins wird abgeholt. Die ganzen 400 ha Land, welche zum Hof Potutory gehören, sind gepachtet. Der Boden in der Ukraine ist vorläufig noch nicht käuflich. Es bestehen rund  250 Pachtverträge. Einmal pro Jahr bezahlt der Hof die entsprechenden Zinse, in Form von Naturalien – Getreide und Buchweizen – an die Verpächter. Diese Bilderreihe zeigt das Treiben, an einem solchen besonderen Tag.

Unser Direktor, Ivan Bojko im Gespräch. Das Geschehen ist auch ein gesellschaftlicher Anlass und bietet Gelegenheit, für manch einen nicht unwichtigen Schwatz.

Diese Küche, im Parterre des künftigen Schulungsgebäudes, soll bald einmal die ukrainischen Teilnehmer an Kursen und Seminaren verköstigen. Pfarrer Johannes Bardill, der schon mehrere Male mit jungen Helfern auf dem Hof weilte, hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass die Küche im ref. Kirchgemeindehaus von Horgen ersetzt wird. Unser Vereinspräsident Hans Kuratli ergriff die glückliche Gelegenheit und organisierte deren Ausbau und Transport.

Ebenfalls aus der Schweiz stammt diese Mühle. Ausrangiert, fristete sie ihr Dasein in einer Ecke eines Altersheims. Eine Freundin unserer „Kräuterfrau“ Cristina Lieberherr mietete diesen Herbst beherzt einen Anhänger und transportierte das Gerät in die Ukraine. Es ist eine besondere Mühle, eine „Eudoxos“. Sie mahlt sehr langsam und schliesst das Korn auf, was bewirkt, dass das Mehl auch für Menschen die sensibel auf Getreide reagieren, bekömmlich ist. Dass diese eindrückliche Maschine läuft, ist nicht selbstverständlich, denn am Zoll der Ukraine geschah etwas Unerwartetes. Cristina, die ihrer Freundin entgegen gereist war, wollte diese beim erledigen der Zollformalitäten unterstützen. Dies war jedoch nicht möglich, das passieren der Grenze wurde ihr verwehrt. So nahm das Unheil seinen Lauf: Christina’s Freundin, welche kein Ukrainisch spricht, konnte dem Grenzbeamten nicht klar machen, dass dieses Gerät auf gar keinen Fall auseinander genommen werden darf. Jedoch genau dies geschah, zum Entsetzen der beiden Frauen. Daraufhin, geraume Zeit später, trafen die beiden, mit einer in ihre Teile zerlegte Mühle auf dem Gefährt, in Potutory ein. Doch das Schicksal war gnädig und alles wurde gut. Zur selben Zeit nämlich, weilte Dimitris Vater auf dem Hof, der den Sohn bei seinem Zivildiensteinsatz besuchte. Er, der offensichtlich einiges von Mechanik versteht, und auch noch das Flair hat, dies praktisch umzusetzen, baute das Gerät, unterstützt von seinem Sohn, wieder zusammen. So wartet die ehrwürdige „Eudoxos“ darauf,  dass sie bald ihr spezielles Können unter Beweis stellen kann.

Mitte Oktober 2013 Irene Zimmerli

Olga und Sergej, die Nachfolger von Eva-Maria und Manuel

Datum: 7.11.2011

Nach drei Jahren intensiver Aufbauarbeit, unter Einsatz all ihrer Kräfte, sind Eva- Maria und Manuel mit ihrem kleinen Pius im Frühling 2011 in die Schweiz zurückgekehrt. Sie suchen in der Schweiz eine neue Herausforderung. Dank ihnen hat sich der Hof zu einem anerkannten Milchbetrieb entwickelt. Eva-Maria konnte durch ihr offenes, fröhliches Wesen mit der Dorfbevölkerung schöne Kontakte schaffen und den Hof bei den Ukrainern integrieren.

Wir danken ihnen von ganzem Herzen für den grossartigen Einsatz und wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft.

Die neue Familie:

Olga und Sergej mit ihren drei Kindern, eine ukrainische Familie, wohnen nun seit dem Auszug von Eva-Maria und Manuel auf dem Hof.

Olga ist Agronomin und Sergej Architekt. Beide bringen keine praktische Erfahrung in der Landwirtschaft mit. Ihr grosses Anliegen ist es, vor allem wegen der Kinder gesund zu leben. In Kiew, von wo sie herkommen, sind sowohl die Luft wie auch viele Lebensmittel nicht von guter Qualität. Das Paar hat auch viele ukrainische Freunde, welche diese Einstellung teilen.

Sergej arbeitet im Stall und eignet sich so die notwendige Erfahrung an. Olga kocht, nebst ihren Aufgaben als Mutter, für die MitarbeiterInnen auf dem Hof. Sie pflegt auch den Gemüsegarten. Beide unterstützen uns auch in Fragen ukrainischen Rechts und Gepflogenheiten.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Zivildienstleistende aus der Schweiz in Potutory

Wir haben die Anerkennung als Einsatzbetrieb des Schweizerischen Zivildienstes erhalten. Ab April 2011 haben uns der Zimmermann Jonas, der Bauingenieur Thomas und und der Architekt Georg mit ihrem Einsatz unterstützt.

Ihr fachliches Know-How bei der Renovation unserer Gebäude war für uns sehr wertvoll. Allerdings sind diese Einsätze für uns nicht gratis. Die Auslagen für Sold und Abgaben an den Bund betragen monatlich ca.Fr. 400.– plus Reise- und Verpflegungskosten.

Für ukranische Verhältnisse sind das hohe Kosten und für unser Budget belastend. Es ist uns deshalb ein Anliegen entsprechende Fachleute lokal zu finden, was allerdings nicht leicht ist.

Baulager einer Gruppe von jungen Leuten aus Horgen

Datum: 3.11.2011

Auf Initiative des Pfarrers der reformierten Kirchgemeinde Horgen, Johannes Bardill verbrachte eine Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen 1 1/2 Wochen auf dem Hof unseres künfrtigen Ausbildungszentrum in Potutory. Unsere Helfer kamen selber für ihre Reise- und Verpflegungskosten auf. Werkzeuge und Baumaterial wurden durch uns gestellt. Durch ihren beherzten Einsatz kam die Renovation der Gebäude wieder ein gutes Stück voran. Dankbar für die grosse Hilfe denken wir gerne an die den Hof belebenden Tage zurück.