Projekt Kräuter

Anlegen eines Kräutergartens

Im Frühling 2012 begann Cristina Lieberherr damit, auf dem Gelände des Hofes Potutory, einen Kräutergarten anzubauen. Als jahrelange Gartenbaulehrerin der Rudolf Steiner-Schule in Aesch BL brachte sie diesbezüglich viel Erfahrung mit. In ihrer Liebe zur Erde einerseits und zum Osten anderseits erfüllte sie sich damit einen Traum, den sie schon seit vielen Jahren in sich trug. In Russland – nun ist es die Ukraine – zu gärtnern! Der erste Schritt dazu war die Gründung unseres Vereins im Jahr 2007, zusammen mit zwei anderen Gründungs- und Vorstandsmitgliedern.

Bevor das für den Kräutergarten vorgesehene Gelände umgebrochen und vorbereitet wurde, bot dieses, zusammen mit der mittendrinn stehenden Ruine eines ehemaligen Bauernhauses, einen verwilderten, ungepflegten Anblick. Und dies am Eingang unseres Hofgeländes. Inzwischen sind die üppigen Kräuter und in allen Farben leuchtende Blumen innerhalb einer schön gestalteten Gartenanlage im Sommer eine Augenweide. Nur die Ruine, mit eingefallenem Dach und wackligen Mauern, steht noch unverändert da und passt nicht mehr recht ins Bild. Vielleicht, so unsere Hoffnung, entsteht an deren Stelle, bald einmal ein Lehmhaus für unsere Mitarbeiter.

Erfolg dank hervorragender Qualität

In den vergangenen Jahren hat sich der Kräuteranbau zu einem festen und wichtigen Bestandteil des Gesamtprojekts in Potutory entwickelt. An der Seite von Cristina Lieberherr tragen zwei fest angestellte, ukrainische Mitarbeiterinnen, Alexandra und Anna, zum wachsenden Erfolg bei. Das breite Sortiment von Gewürzkräutern und Tees in den ansprechenden Verpackungen, entworfen von der auf dem Hof lebende Designerin Ira, wird regelmässig auf dem Markt angeboten und verkauft sich hervorragend. Es hat sich herumgesprochen, dass es auf einem kleinen, besonderen Hof in der West-Ukraine speziell gute Kräuter zu kaufen gibt, und es erscheinen stetig mehr Interessierte auf dem Gelände, die sich mit den Produkten eindecken. Auch eine Kräuterfirma und ein Feinkostladen aus Kiev, der ukrainischen Hauptstadt, haben ihr Interesse an einer Zusammenarbeit angemeldet. Das Eingehen auf solche Anfragen muss gut überlegt sein, denn eine Kräuterfabrik zu beliefern bedeutet, in viel grösserem Stil anzubauen und zu verarbeiten, was wiederum mehr Arbeitskraft und umfangreiche Investitionen bedingt. Wichtig dabei ist, dass die Qualität, welcher das Biodynamische zu Grunde liegt, weiterhin, in vollem Umfang gewährleistet bleibt.

Chaipotutory ShivaSemlja – die Kräuterfirma

2017 gründete Cristina Lieberherr mit ihrem Kräuteranbau eine eigene Firma, die auch über eine selbständige Website in ukrainischer Sprache verfügt: 
www.chaipotutory.com.ua